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Symposium "Queer Pop" (16.-18. Januar 2020, Freiburg)

Wann 16.01.2020 um 08:00 bis
18.01.2020 um 20:00
Wo ZPKM / MKW, Uni Freiburg
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Queer Pop 
16.-18. Januar 2020

Ein akademisches Symposium
am Zentrum für Populäre Kultur und Musik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Rosatraße 17-19, 79098 Freiburg.

(Click here to view the English version)

 

Popkultur umfasst und bezieht sich auf eine weitreichende Geschichte und zitiert ein großes Repertoire an Arbeiten von sexuell ambiguen Musiker*innen, Filmemacher*innen, Autor*innen, Fotograf*innen und Performer*innen, inklusive aber nicht ausschließlich der Mitglieder verschiedener LGBTQI*-Communities. Begegnungen mit sexueller Ambiguität auf der Bühne lösen oft Faszination aus. Im alltäglichen Leben in unterschiedlichen sozio-kulturellen Umfeldern wird sexuellem und körperlichem Anderssein in all seinen Formen noch immer feindselig begegnet, was all jene Menschen, die von der weißenmännlichen, heterosexuellen, körperlich-uneingeschränkten Norm abweichen, verletzlich macht. Gesellschaften, welche nicht-normative und nicht-binäre Körperlichkeit stigmatisieren und nicht-heterosexuelle Formen von Begehren marginalisieren, instigieren Gefühle von Scham, Entrüstung, Angst, Scheitern und Depression in queeren, inter-sexuellen und trans* Subjekten.

In den vergangenen fünfzehn bis zwanzig Jahren haben feministische und queere Wissenschaftler*innen das politische Gewicht solch „schlechter Gefühle“ mit neuer Intensität untersucht und im Hinblick auf spezifische Affekte die Frage gestellt, wie negative Affekte produktiv gemacht werden können. Feministische und queere Forschung zu Affekten berücksichtigt die befähigenden Momente der Entscheidung, sich nicht von negativen Affekten abzukehren, untersucht kritisch deren Ursprung und erkundet den kreativen Einsatz dieser affektiven Intensitäten. Aus einer marginalisierten Sprech- und Schreibposition heraus bieten queere und feministische Wissenschaftler*innen eine Fülle an klarsichtigen Analysen und Interpretationen kultureller Phänomene. 

Im Bereich der Popmusiktheorie ist das Thema der sexuellen Vielfalt seit geraumer Zeit Teil der Diskussion. Heutzutage legen Musiker*innen einen deutlichen Fokus auf Gender und sexuelle Identität. So stellt sich die Frage, wie und in welchem Umfang negative Affekte, ausgelöst durch sozialen Ausschluss, ästhetische Strategien in der Popmusik und Popkultur inspirieren.

Dieses Symposium möchte untersuchen, wie feministische, queere und trans* Musiker*innen, Filmemacher*innen, Fotograf*innen und Performer*innen zur Popkultur beitragen. Welche Affekte lösen ihre Arbeiten aus, wie und zu welchem Zweck berühren sie ihr Publikum? Wie setzen queere Popstars ihre Berühmtheit, Mode und Performance ein, um mehrdeutige Botschaften über neue Formen von Gender, race, class und Begehren in Umlauf zu bringen und um die Grenzziehungen dessen, was als menschlich erachtet wird, erneut zu verhandeln? Welche alternativen, emanzipatorischen Formen Differenz zu leben und sich kreativ auf Differenzerfahrungen zu beziehen, ermöglichen ihre Arbeiten?

Keynote-Vorträge von Astrid Deuber-Mankowsky, Professorin für Medienwissenschaft und Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum, Vera Mackie, Seniorprofessorin für Asienforschung und internationale Studien, Universität Wollongong, Australien und Milla Tiainen, Senior Research Fellow am Department of Gender Studies an der Universität Turku, Finnland.

Musikalisches und performatives Abendprogramm am Freitag, den 17. Januar, ab 20 Uhr im ArTik e.V. Freizeichen mit Sookee (Berlin), Georgina Leo St Laurent (Düsseldorf/Berlin), Toulouse Low Trax (Düsseldorf), PSORIASIS (Amsterdam), Thomas Meinecke, Sue Lèwig (Köln), Panzarella Burner (Freiburg), URTE (Freiburg), Isabelle Gaultier (Freiburg), Luedenscheidt (Freiburg), Studierende der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

 

Konzept und Organisation: Dr. Bettina Papenburg, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Medienkulturwissenschaft, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Dr. Kathrin Dreckmann, akademische Studienrätin, Institut für Medien- und Kulturwissenschaft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 

Veranstalter: Zentrum für Populäre Kultur und Musik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Mit freundlicher Unterstützung des Zentrums für Populäre Kultur und Musik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Kulturamts der Stadt Freiburg und des Instituts für Medienkulturwissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Um Anmeldung wird gebeten: conference.queer.pop@zpkm.uni-freiburg.de

 

In der aktuellen Themenausgabe Nr. 133 (LSBTIQ*. Quer denken – queer handeln) des infodienst - Magazin für kulturelle Bildung finden Sie den Beitrag zum Thema "Queer Pop" von Bettina Papenburg und Kathrin Dreckmann. Zum vollständigen Artikel geht es hier entlang:

 

Queer Pop Symposium

Foto: www.alamy.com