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Veranstaltungen unserer Lehrbeauftragten im WiSe 2019/20

Liebe Studierende,

gerne machen wir Sie auf das Veranstaltungsangebot unserer Lehrbeauftragten im Wintersemester 2019/20 aufmerksam:

  

Weitere Einzelheiten finden Sie nachstehend.

Durch Anklicken des jeweiligen Veranstaltungstitels können Sie darüber hinaus direkt zum HisInOne gelangen, wo weitere Informationen wie Anforderungen oder Anmeldemodalitäten zu finden sind:

 

Dr. des. Benjamin Burkhart: "Musikobjekte und auditive Medienkultur - Geschichte, Theorie, Analyse"

Seminarinhalt:

Musikwiedergabegeräte gehören seit Jahrzehnten zu den populärsten Erzeugnissen der Unterhaltungselektronik und unterlagen im Laufe der Zeit tiefgreifenden technologischen und designspezifischen Wandlungsprozessen. Im Kontext verschiedener Gerätschaften bilden sich unterschiedliche Hörpraktiken heraus, die einerseits in der Nutzungspraxis der Rezipienten entstehen, die andererseits aber auch vonseiten der Hersteller prospektiv intendiert werden. Produzenten bieten mittels der Werbekommunikation Sinnhorizonte an, unter den Rezipienten bilden sich anschließend Nutzungschoreografien heraus, die wiederum auf das industrielle Handeln zurückwirken können. Die spezifischen sozio-technischen Konstellationen und Hördispositive der auditiven Medienkultur resultieren letztlich aus der integrativen Verschränkung von Klängen, Hörweisen, Herstellerintentionen, Produktionskonventionen und Technologien.Im Seminar werden Ansätze zur Analyse der komplexen Verfasstheit auditiver Medienkultur vermittelt, der Schwerpunkt liegt auf Wiedergabemedien im gesellschaftlichen Wandel. Im Fokus stehen indes nicht nur die musikalischen Klänge, sondern insbesondere die materiellen und technologischen Bedingungen für deren Hervorbringung. Überdies sollen Einblicke sowohl in die Arbeit mit historischen Quellen zu Phonogeräten als auch in die kulturwissenschaftliche Objektforschung ermöglicht werden.

Termine:

Dienstag, 14:00-16:00 c.t. (wöchentlich)

Zur Person:

Dr. des. Benjamin Burkhart ist seit 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-Projekt "Musikobjekte der populären Kultur" am Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sein Studium der Musikwissenschaft absolvierte er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena. 2019 schloss er seine Promotion am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena ab, gefördert durch ein Doktorandenstipendium der Ernst-Abbe-Stiftung. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Auditive Medienkulturen, Analyse und Ästhetik populärer Musik und Jazz sowie Qualitative empirische Methoden in der Musikforschung.

 

 

Dr. Kathrin Dreckmann: " 'Update': Künstliche Intelligenz in den Medien"

Seminarinhalt:

Künstliche Intelligenz (KI) ist heutzutage in viele Lebensbereiche des Menschen, wie die Industrie, Social Media, den Haushalt, den Straßenverkehr, die Landwirtschaft oder die Medizin, integriert, doch die Vorstellung von intelligenten Maschinen und dem menschlichen Schöpfungsakt faszinieren die Menschheit schon seit der Antike. [...]
Im Seminar möchten wir uns den Fragestellungen, die das momentan sehr präsente Thema der künstlichen Intelligenz aufwirft, widmen und sie durch Beispiele in verschiedenen Medien und Künsten illustrieren und diskutieren. Potentielle zu behandelnde Filme und Serien wären bspw. Her, Blade Runner, Ex Machina, Terminator, Westworld, 2001: A Space Odyssey, Metropolis, The Matrix, Ghost in the Shell. Eine Auswahl wird noch getroffen und Vorschläge von Seiten der Studierenden werden gerne entgegengenommen. 

Termine:

Freitag, 13.12.2019, 09:00-11:30 c.t. (Einzeltermin)
Freitag – Sonntag, 10.01.-12.01.2020, 10:00-18:00 c.t. (Blocktermin)

Zur Person:

Dr. Kathrin Dreckmann ist akademische Studienrätin am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Promotion mit dem Titel „Speichern und Übertragen. Mediale Ordnungen des akustischen Diskurses. 1900-1945“ ist im Jahre 2017 im Fink-Verlag erschienen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind neben den Acoustic Studies und Pop Studies in Ost und West, Popkultur und Popgeschichte, Theatralität sowie audiovisuelle Inszenierungen von Pop/Punk und Bühne zwischen Medienkunst und Musikvideo. Gemeinsam mit Dr. Bettina Papenburg und in Kooperation mit dem ZPKM organisiert Kathrin Dreckmann die Tagung zum Thema „Queer Pop“, die am 17. und 18. Januar 2020 in Freiburg stattfinden wird.

 

 

Prof. Dipl.-Ing. Daniel Fetzner: "Medienethnografie im Kontext der De-Globalisierung"

Seminarinhalt:

Die Medienethnografie untersucht Praktiken und den Gebrauch von Medien aller Art auf ethnografische Weise.
Im Zeitalter des Anthropozän werden herkömmliche Begriffe von Natur und Kultur, von Lokalem und Globalem fragwürdig. Aus einer medienethnografischen Perspektive heraus wollen wir Formen und Formate entwickeln, um die Erde aus einer neuen Verbundenheit mit dem Terrestrischen heraus zu denken. Wir diskutieren anhand konkreter Beispiele und anhand von Texten von Bruno Latour ästhetische Fragen, um die mediale Dimension eines neuen Welt- und Selbstverständnisses zu erörtern. Das Seminar ist Teil der medienökologischen Suchbewegung DE\GLOBALIZE http://deglobalize.com

Termine:

Donnerstag, 12:00-14:00 c.t. (wöchentlich)

Zur Person:

Prof. Dipl.-Ing. Daniel Fetzner ist Professor an der Hochschule Offenburg und Leiter des dortigen Labors für Medienökologie. Sein medienwissenschaftliches wie auch künstlerisches Forschungsinteresse gilt insbesondere der Phänomenologie der Medien in translokalen Räumen und interaktive Webdokumentationen. Fetzner ist Mitglied in der Gesellschaft für Medienwissenschaft, der International Visual Sociology Association sowie assoziiertes Mitglied am Institut für Medienkulturwissenschaft der Universität Freiburg, wo er seit 2015 auch Lehrbeauftragter ist.

 

 

Dr. Anna Karina Sennefelder: "Von der Grand Tour bis zum Blog - Mediale Repräsentation von Reiseerfahrungen"

Seminarinhalt:

Das Seminar vermittelt eine historisch-systematische Übersicht über die mediale Repräsentation von Reiseerfahrung und fokussiert dabei die Filiationen und Transformationen von bestimmten Motiven sowie die ideologischen und gesellschaftlichen Konstellationen, die das Reisen jeweils mitbedingen. Die Seminarteilnehmer*innen gewinnen einen Überblick zu den wichtigsten Stationen innerhalb der Entwicklung des Verhältnisses von Reisen und Medien vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart und beschäftigen sich in jeder Sitzung zugleich mit theoretisch-systematischen Kategorien, die sich kontinuierlich durch die verschiedenen historischen Epochen ziehen. Zentral werden z.B. die Konstruktion von ›Eigenem‹ und ›Fremdem‹ verhandelt, das für Reisende typische Disktinktionsverhalten erörtert und die Frage nach der Rolle von Privilegien und Macht bei der Repräsentation und Zirkulation von Reiseerfahrung diskutiert. Die Gegenstände, an denen die Entwicklung des Verhältnisses von Reisen und Medien erarbeitet wird, sind literarische Texte, Dokumentations- und Spielfilme, Comics und Blogs. Einen Schwerpunkt legt das Seminar außerdem auf die Beschäftigung mit der Präfiguration von Reiserepräsentationen, die durch die Rezeption bereits zirkulierender Reiserepräsentationen unumgänglich sind, um inter- und transmediale Bezüge zu diskutieren und um die Prozesse medialer Evolution in Form von Adaption, Transformation und kreativer Diversifikation nachzuvollziehen.

Termine:

Mittwoch, 10:00-12:00 c.t. (wöchentlich)

Zur Person:

Dr. Anna Karina Sennefelder ist Postdoktorandin und Koordinatorin des Promotionskollegs  »Neues Reisen, Neue Medien« mit einem Habilitationsprojektes zu ideologischen und ästhetischen Figurationen zeitgenössischer Reiserepräsentationen in Literatur, Film, Comic und Blog. Sie studierte Deutsch und Französisch an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und arbeitete u.a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin im  SFB  1015  »Muße.  Konzepte –  Räume  –  Figuren«, wo sie von 2017-2018 auch 2017 bis 2018 Koordinatorin des Integrierten Graduiertenkollegs war. Sie promovierte 2017 zum Thema »Rückzugsorte des Erzählens. Muße als Modus autobiographischer Selbstreflexion«.

 

 

Deborah Wolf, M.A.: "9/11 auf YouTube - Facetten eines Medienereignisses"

Seminarinhalt:

9/11 gehört nicht nur politisch zu den wichtigsten Ereignissen des 21. Jahrhunderts, es handelt sich vor allem auch um ein Medienereignis, das mannigfaltige Praktiken der kollektiven Aufarbeitung aktiviert hat. Unter anderem zeigen diese sich – in audiovisueller Form –   auf YouTube. Die bottom up-Struktur der Plattform mit partizipativen Elementen macht dieses Feld zu einem interessanten Gegenstandsbereich der Medienkulturwissenschaft.
Im Seminar sollen die Besonderheiten des Ereignisses bzw. seiner medialen Aufarbeitung und die Funktionsweisen der Plattform enggeführt werden. Analysiert werden dazu verschiedene Formate [...]
Als Grundlage für die Analyse dient eine Mischung aus Texten zur Plattform YouTube, Forschungsliteratur zu 9/11 als Medienereignis sowie philosophisch-theoretischen Arbeiten. Die Studierenden bereiten die Texte für die jeweilige Sitzung vor. Die Besprechungen der einzelnen Texte werden von Kleingruppen gestaltet und mit Inputvorträgen eingeleitet.  Zudem stellen Kleingruppen Material zusammen, das in den Sitzungen präsentiert und diskutiert wird. Für eine Prüfungsleistung wird zudem ein Essay erwartet.

Termine:

Freitag, 25.10.2019, 10:00-12:00 c.t. (Einzeltermin)
Freitag-Samstag, 08.11.-09.11.2019, 09:00-17:00 c.t. (Blocktermin)
Freitag-Samstag, 17.01.-18.01.2020, 09:00-17:00 c.t. (Blocktermin)

Zur Person:

Deborah Wolf ist Mitglied im GRK "Faktuales und fiktionales Erzählen", wo sie an ihrer Dissertation zum Thema "9/11-Verschwörungstheorien auf YouTube. Textuelle Merkmale und mediale Konstellationen" arbeitet. Sie studierte Medienwissenschaft, Europäische Ethnologie und Kunstgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. 2017/18 arbeitete sie im soziologisch-medienwissenschaftlichen DFG-Forschungsprojekt „Mediale Störungen. Strukturen und Funktionen von Fernsehsondersendungen in der politischen Medienkultur Deutschlands“ und war zuletzt Lehrbeauftragte im Studiengang „Kunst, Musik und Medien“ der Philipps-Universität Marburg.